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Möbel-Oberflächen und das Erscheinungsbild

Holzdekore - Eiche Farbtöne von Herstellern

Bei Holzdekoren gibt es von Hersteller zu Hersteller meist Abweichungen im Farbton. Denke man nur an die modernen Dekore „Eiche sägerau“ bzw. „Eiche Sonoma“. Beides beschreibt eigentlich das gleiche Produkt – eine Nachbildung natürlichen Holzes mit all seinen Merkmalen. So wird heutzutage nicht nur der Farbton mit dem entsprechenden „Muster“ bzw. Dekor nachgedruckt, sondern auch die Haptik, also das „fühlbare Holz“ nachempfunden. Somit fühlt sich ein Couchtisch Eiche sägerau auch wirklich rau an seiner Oberfläche an. Der Unterschied zwischen „sägerau“ und Sonoma“ ist von jedem Hersteller unterschiedlich und meist nur im Farbton zu finden. Bei dem einen Hersteller ist die Eiche mehr rötlicher, bei einem Anderen eher bräunlich. Sägerau und Sonoma beschreiben in sich ein Eiche Dekor mit rauer Oberfläche, eben dem Holz nachempfunden. Hingegen kann man als Kunde davon ausgehen, dass ein Esstisch Eiche im Vergleich zu einem in Eiche Sanremo (ein weiteres Dekor) eher dunkler wirkt. Das Dekor Eiche Sanremo Sand oder auch die verwendete Folie hat meistens auch eine sägerauhe Oberfläche ist jedoch heller und meist gelblich bis weißlich, eben wie Sand.

Lackoberflächen und Beschichtungen

Möbelhersteller verwenden verschiedene Design´s ihre Lowboards, Design Sideboards oder TV-Möbel in dem gewünschten „Glanz“ erstrahlen zu lassen. Gerade bei lackierten Möbelstücken für den Wohn-/Essbereich sind dem Einfallsreichtum der Designer nahezu keine Grenzen gesetzt. Bei der Wahl des Farbtons, wie z.B. weiß, schwarz, creme oder der fotorealistischen Nachbildung der Holzmaserung ist noch lange nicht Schluss. Auch der Glanzgrad der Oberfläche (hochglänzend, seidenglänzend, seidenmatt oder matt) bestimmt entscheidend den Wohlfühlfaktor in Ihrem zu Hause und somit das Ziel der Möbel-Designer. Viele Kunden suchen im Möbelhaus nach dem lackierten, modernen Sideboard in hochglanz weiß. Doch wie stellen Sie fest ob es wirklich lackiert oder mit Furnier bzw. mit Folien beschichtet ist? Der Preis oder auch der Hersteller (wenn Sie ihn überhaupt herausfinden) gibt Ihnen hierbei keinerlei Auskunft. Sie müssen sich auf die Fachkompetenz des Beraters (der in erster Linie Verkäufer ist und meistens wenig bis gar keine Einblicke in die Möbelherstellung hat) verlassen. Doch glauben Sie uns, es spielt auch eher weniger eine Rolle. Selbst Fachleuten aus der Möbelbranche fällt es manchmal schwer die Materialien richtig einzuschätzen. Hin und wieder sind sie selbst überrascht: „Das hätte ich jetzt nicht erwartet.“ Wichtig ist nur, dass das neu gekaufte TV Lowboard / Sideboard, die neue Kommode rustikal oder auch jedes weitere Möbel zu Ihnen und Ihrem zu Hause passt und einen hohen Gebrauchswert hat.

Herstellung moderner Lackoberflächen

Lackierte Möbel bestehen hauptsächlich aus Holzwerkstoffen, welche an den Außenseiten mit Lacken beschichtet sind. Hierbei besteht das Trägermaterial (aus Holzspänen oder -fasern und evtl. Bindemitteln) häufig aus Spanplatten oder MDF-Platten. Serienhersteller lackieren die Flächen meist im Walzenauftragsverfahren wobei Einzelmöbel und handwerklich gefertigte Möbel im Spritzverfahren lackiert werden. Ähnlich wie mit der Spraydose nur eben mit einer Spritzpistole oder mit einem Spritzautomaten. Beim Walzenauftrag werden die Möbelteile, z.B. für ein Sideboard oder weißes Lowboard, liegend auf einem Transportband zuerst flächig geschliffen und danach mit einer Grundierung (weiß, grau oder farblos) beschichtet. Diese Grundierung wird durch UV-Licht innerhalb von Sekunden ausgehärtet, „getrocknet“ (manche Hersteller verwenden mit Grundierfolien beschichtet Platten und sparen so den ersten Schritt). Danach erfolgt ein erneutes Schleifen bevor der eigentliche Lackauftrag (weiß, schwarz etc.) erfolgt. Der Lackauftrag erfolgt mit 3 bis 4 Farbaufträgen, wobei zwischen jedem Auftrag der Lack mit UV-Licht angeliert (nicht ausgehärtet) wird. Nach dem letzten Auftrag werden die Letzte und die Schichten darunter ausgehärtet. Je nach Glanzgrad des verwendeten Lackes besitzen die Teile nun eine matte bis seidenglänzende Oberfläche. Mit aktuellen Auftragsverfahren und entsprechender Maschinentechnik, wird pro Lackauftrag eine Menge von 3g/m² erreicht. – Versuchen Sie mit der Menge eines Teelöffel voll Farbe eine Fläche von 1 mal 1 Meter zu streichen. Für eine richtige Hochglanzoberfläche mit Tiefenglanz (wie bei einer Autolackierung), ist ein erneutes anschleifen und der Auftrag eines Hochglanz-Klarlackes notwendig. Dies erfolgt ebenfalls mit Auftragswalzen und UV-Härtung. Hierbei ist zu erwähnen, dass all die genannten Schritte zu einem lackierten Hochglanzmöbel mit Fertigungsanlagen durchgeführt werden, welche durchaus 50 bis 100m lang sind. Am Ende des veredelnden Fertigungsschrittes erstrahlen die Teile des Sideboards oder Lowboards in einem hochglanz weiß, hochglanz schwarz oder anderen Farbtönen mit verschieden Glanzgraden oder Mattwerten - ganz nach Kundenwunsch.

Es sieht aus wie Holz, ist es aber nicht!

Wie mit Farben und Glanzgraden bieten sich auch Design-Möglichkeiten mit der Nachbildung von „Echtholz“. Wer kennt nicht die Möbel welche den Anschein von verarbeitetem Holz, z.B. Ahorn, Eiche, Erle, Nussbaum oder Buche vermitteln. Auch diese Oberflächen werden durch das Walzenauftragsverfahren erzeugt und das TV Lowboard Holz gefertigt. Hierbei wird der Grundierlack farbgebend gelblich, bräunlich oder dunkel bis nahezu schwarz eingefärbt. Nach der UV-Härtung wird dann, mit mehreren Strukturwalzen, die holzarttypische farbgebende Struktur auf die Möbelteile „gewalzt“. Die einzelnen hellen oder dunklen Linien in der Oberfläche sind die Positive zu den negativen Auftragswalzen. In jüngerer Zeit wird sogar die Haptik, also die „gefühlte“ Oberfläche von Vertiefungen und Erhebungen des natürlichen Holzes, nachempfunden. Somit fällt es sogar Fachleuten schwer gedruckte Oberflächen von furnierbeschichten Möbeln zu unterscheiden. Derartige Oberflächen werden, wie derzeit im Trend, als Eiche Sägerau, Eiche Sonoma oder Wildeiche bezeichnet. Nach der Herstellung können Sie ohne Wartezeit Ihren neuen Couchtisch Eiche kaufen.

Eine kleine Anmerkung:

Sollte Ihnen jemand informativ mitteilen, es handle sich um ein „Echtholzfurniertes“ Sideboard oder eine Kommoden, fragen Sie denjenigen ob es auch „Unechtfurnierte“ Lowboards gibt.

Lösung: Furnier ist immer Holz, alles andere sind Folien oder Lack.

Weiß ist nicht gleich Weiß

Kennen Sie das: Sie renovieren Ihre Wohnung und streichen neue weiße Farbe an die Wand? Die meisten Leute erschrecken angesichts des Unterschieds. Sie denken sich, sie haben doch erst vor drei Jahren gemalert. Doch ich kann Sie beruhigen, meistens ist es nur der Unterschied der Farbe als solches oder der UV-Einwirkung über die Zeit. Bei Ihren Möbeln kann es zu einem ähnlichen Problem kommen, aber nur wenn Sie sich falsch entscheiden. Die UV-Einwirkung spielt bei der heutigen Qualität der hergestellten weißen Möbel weniger eine Rolle – Weiß bleibt Weiß. Doch was ist das für ein Weiß. Weiße Folienbeschichtungen haben die Eigenschaft, einen leichten gelblichen Schimmer zu besitzen. Wohingegen Lack eher über einen bläulichen Anteil verfügen. Deshalb empfehlen wir Ihnen:

Wenn Sie sich ein neues weißes Sideboard kaufen, kombinieren Sie es nicht mit einem evtl. vorhandenen weißen Lowboard an der gleichen Wand. Selbst wenn die beiden Möbel vom gleichen Hersteller sind, können die Weiß-Tönen (auch zwischen Folie-Folie bzw. Lack-Lack) stark unterschiedlich sein. Einen kräftigen Unterschied haben Sie auf jeden Fall zwischen weißen Folien und weißen Lack-Möbeln. Kombinieren Sie stets nur Möbel aus den gleichen Serien eines Herstellers oder gestalten Sie Ihre Wohnung in dem Sie an einer Wand ein TV Lowboard weiß der einen Serie und an der anderen Wand ein weißes Sideboard einer Anderen Serie plazieren. Kaufen Sie bei uns Sideboards, Lowboards und Kommoden aus den gleichen Serien und richten Sie sich nach Ihren Wünschen ein. Auch weiße Möbel mit einer Art Gebrauchsspuren haben wir im Angebot. Schauen Sie hierzu bei unseren Retro Möbel.